Preis der Mode

 

The true cost

„The true cost“ – Eine Dokumentation, die uns vermittelt hat, wie Textilarbeiterinnen und -arbeiter gnadenlos ausgebeutet werden…

T-Shirts um nur 5 Euro – jeder kennt sie, auch aus eigener Erfahrung.

  1. März: Alle 4. Klassen zur Filmvorführung von „The true cost“, Doku von Andrew Morgan, im Wiener Top-Kino. Aber es war kein Filmvergnügen der üblichen Art.

2 Dollar pro Tag. – Die meisten Kleidungsstücke werden in Bangladesch hergestellt. Dort arbeiten vor allem Frauen. Sie arbeiten dort unter sklavenartigen Bedingungen. Sie bekommen 2 Dollar täglich und müssen damit eine ganze Familie ernähren (für 2 Dollar kann man sich dort etwa 2 Liter Milch kaufen).

Billige Arbeitskräfte in Billig-Bauten. – 2013 stürzte die Textilfabrik Rana Plaza in Dhaka ein. Es starben 1.134 Menschen in den Trümmern der Fabrik. 2.000 Versetzten mussten Arme oder Beine amputiert werden. Der miserable Zustand des Gebäudes war mehrfach gemeldet worden…

Fast Fashion. – Auf der anderen Seite der Weltkugel stehen die Menschen auch unter Druck, Mode-Druck: „Fast Fashion“ – ein Trend, der jungen Leuten laufend neue Mode einredet. Dahinter steht eine mächtige Industrie, die im Monatsrhythmus Kollektionen auf den Markt bringt.

Verheerende Umweltschäden. – Viele Flüsse in Asien sind durch Gerbstoffe aus der Lederproduktion verseucht. Menschen, die mit dem Wasser in Berührung kommen, tragen Verätzungen davon. In Indien sind die Böden durch die Baumwollproduktion schon völlig ausgelaugt und vergiftet. In manchen Dörfern kommen viele Kinder mit schweren körperlichen und geistigen Behinderungen zur Welt. Die Bauern sind aber so hoch verschuldet, dass sie die Behandlung ihrer Kinder nicht bezahlen können. Viele warten nur noch darauf, dass ihre Kinder sterben.

Mitverantwortung. – Die Hauptverantwortung für all das Leid tragen große internationale Markenkonzerne und ihre Manager, ebenso wie Aktionäre und Banken. Allerdings sind wir – die wir bei H&M, C&A, Hollister oder Forever21 und anderen einkaufen – mitschuldig an dieser Problematik.

Alternativen. – Fair-Trade-Kleidungsshops. Wer dort einkauft, trägt keine Kleidung, die mit dem Blut anderer Leute produziert wurde. Was wir noch tun können: Kleidung länger tragen. Wie viele Jeans, Pullover, T-Shirts… braucht der Mensch?

Kleidertausch. – Kleidung von Familienmitgliedern oder Freunden tragen… warum nicht?! – „dress-sharing“ ist im englischsprachigen Raum sehr verbreitet. Vielleicht kannst du auch deine „alte“ und zu klein gewordene Kleidung jemandem im Bekanntenkreis weitergeben.

„Unsere Rolle ist es, zu konsumieren und den ganzen Kram zu kaufen, so als würden wir am Ende einer sehr langen Warenausgabe sitzen, wo wir das ganze Zeug in Empfang nehmen und einfach in unsere Leben schleppen, so als ob wir nicht verantwortlich wären für die Art, wie diese Produkte hergestellt wurden. Die Markenkonzerne haben das in uns  verankert. Und das ist kein Zufall. Denn wenn ich es schaffe,  dass du dich nur mit dir selbst beschäftigst, mit der Art, wie du aussiehst und was du hast und was du noch alles brauchen könntest, dann kann ich dir eine ganze Menge verkaufen.“ (Regisseur Andrew Morgan)

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