Das 5te Rad am Wagen

Als verkündet wurde, dass im Schuljahr 2019/20 eine fünfte 1. Klasse eröffnet würde, war das anfangs eine vielumjubelte Botschaft. Wir freuten uns darüber, eine Schule zu besuchen, die so stark nachgefragt ist. Doch die Jubel-Meldung wurde bald nicht mehr so gerühmt. Fünf erste Klassen, das bedeutet nämlich ungeahnte organisatorische Herausforderungen, an denen die Schule, wie man in den ersten drei Schulwochen gut erkennen konnte, schwer zu tragen hat(te).

Es fängt schon einmal beim Stundenplan an. Ich möchte mein Beileid an die Stundenplanmacher dieser Schule aussprechen, denn aus 5 Klassen ca. 8 Deutschgruppen zu formen und diese dann entsprechend mit LehrerInnen zu besetzen plus in die geeigneten Räume zu setzen, ist die eigentliche Herausforderung. Doch darunter leiden nicht nur die oben Genannten, sondern auch die neuen Schülerinnen und Schüler am GRg3. Denn wenn die Frischlinge in der dritten Woche immer noch keinen fixen Stundenplan haben, gestaltet sich auch die Planung für etwaige Freizeitaktivitäten schwierig.

Jetzt befinden wir uns in einer Zwickmühle. Einerseits will die Schule nicht den guten Ruf ins Wanken bringen, indem man Schülerinnen und Schüler vielleicht auch mal abweisen muss; andererseits muss man in solchen Situationen Bodenständigkeit beweisen, weil möglicherweise einfach die Kapazitätsgrenzen erschöpft sind. Doch irgendeinen schlagkräftigen Grund für die Eröffnung einer zusätzlichen Klasse muss es doch geben. Gibt es vielleicht einen budegtären Zuschuss, den die Schule benötigen würde oder gar ein zusätzliches Klassenzimmer, das damit finanziert werden könnte? Doch hier muss man abwägen, ob man den LehrerInnen ihren Rückzugsort nimmt und ihn notgedrungen zu einem Klassenzimmer umfunktioniert oder ob man Quantität vor Qualität setzt und alle SchülerInnen, die kommen, aufnimmt. Es bleibt auf jeden Fall ein diskussionswürdiges Thema, welches auch in Zukunft für übrhitzte Gemüter sorgen wird.

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